Danke!
Mich beschäftigte im zurückliegenden Jahr immer wieder eine Geschichte, die uns die Bibel berichtet: Da waren 10 Menschen, die an Lepra erkrankt waren. In der Begegnung mit Jesus wurden sie alle heil, aber nur einer kam zurück und bedankte sich.
Ich fragte mich: "Waren die anderen nicht dankbar?" Doch, mit Sicherheit, denn wer ist denn schon gerne krank? Aber ich will es mal so ausdrücken, sie waren innerlich dankbar; also sie haben ihren Dank nicht in Worten geäußert. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wir müssen dem, was uns bewegt, Worte geben – sei es Sorge oder Dank, auch Gott gegenüber. Zum einen ist Gott bereit zu hören, was uns niederdrückt, um uns zu helfen, aber er wünscht sich auch unseren Dank, der ihn ehrt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Dank die Abwärtsspirale stoppt, die uns nach unten ziehen will, wenn wir in einer Krise sind. Ich hatte im vergangenen Jahr einige Krisen und Rückschläge zu meistern, und hierbei half mir der Dank. Und war es nur ein Sonnenaufgang, das Vogelgezwitscher im Wald, das Bewusstsein, dass wir in Ruhe leben können und dass nicht geschossen wird, die Entdeckung, dass es eben nicht selbstverständlich ist, den Kindern immer den Tisch mit guten Sachen zu decken, die wärmenden Sonnenstrahlen im Schwimmbad zu geniessen, aber auch die Unterschiedlichkeit der Schneeflocken zu bestaunen, usw.
Ich dachte in den Krisen dann an das gute alte Wort unserer Vorfahren, dass es tatsächlich stimmt: "Danken schützt vor Wanken und Loben zieht nach oben." In diesem Sinne hatte ich ein gutes Jahr mit Wachstum und bin gespannt auf das nächste. Ich bin so froh, dass ich Gott alles sagen darf und ich in meinem Tempo weiterkommen darf, obwohl ich mir oft wünschte ich würde manche "Prüfung" früher oder besser bestehen können. Aber Gott hetzt uns nicht gnadenlos weiter. Gott sei dank!
Jutta